Freiheit finden – Singen lernen

Liebe Sängerinnen und Sänger,

um wirklich frei singen zu können, ist es manchmal nötig, sich selbst auf die Schliche zu kommen. Wo bin ich – mit meinen Gedanken – in meinem Körper? Fühle ich meine Füße? Bin ich überhaupt so präsent, dass ich mich ganz auf das Lied, auf den Text einlassen kann?  Denke ich vielleicht daran, dass ich es gut machen muss oder höre ich dauernd eine innere Stimme, die mich hindert?

Ja, es wäre ganz leicht, wenn ich mich dem Lied lustvoll hingeben würde, wenn ich mich ganz auf mein Tun konzentrieren könnte.  Ganz natürlich entstände Freude in mir. Ich bin dann ganz  in meinem Lied und finde meine Mitte.

Liebe Sängerinnen und Sänger, Flügel entstehen beim Tun.  Singen lernen ist ein wunderbarer Weg, sich aus unsichtbaren Fesseln zu lösen.

Seien Sie bereit, fliegen zu lernen! Es gibt kaum etwas Schöneres!

Es grüßt Sie von Herzen,

Ihre Vivian Middelmann

 

 

Singen lernen innerhalb einer Woche

SINGEN LERNEN  innerhalb EINER WOCHE ist für ALLE, die anfangen wollen zu singen oder ihren Gesang vertiefen und verfeinern möchten.

Es ist auch für Menschen, die viel sprechen müssen.

Ich werde 1 Woche lang (5 Tage) mit Ihnen im Einzelunterricht arbeiten (90 Minuten pro Tag).

Termine:  13.-17.01. / 24.-28.02. / 02.-06.03. / 09.-13.03. / 16.-20.03.2020

Auf Anfrage sind auch Wochenend-Pakete (3 Tage) möglich.

Sie lernen,

– was zentriertes Singen oder Sprechen bedeutet

– gesundheitliche Vorteile kennen, z. B. für den Atem und die Lungen

– dass Singen leicht sein kann

– sich zu erden

– Ihre körperlich-seelische-geistige Kraft kennen

– diese Kraft zu zentrieren und durch sich hindurchfließen zu lassen

– die tiefere seelisch-musikalische Bedeutung von Klang und Sprache

kennen

– wie es sich anfühlt, musikalisch zu singen

…. und noch Vieles mehr!

Ich freue mich auf Sie!

 

Kontakt: Vivian Middelmann, Tel. 0175-56 65 262

Unterrichtsort: Atelier im Grünen Baum, Grabenstraße 8, Überlingen

Preise:  500,- € pro Woche

 


	

Sich Herausforderungen stellen

Das, was mich stark macht, was mich in meine Mitte bringt, ist nicht immer das, was mir zu Beginn besonders leicht von der Hand geht. Oft fühlt es sich sogar ein wenig unangenehm an, dass das, was ich tun möchte, mir erst einmal schwer fällt – z. B. Singen. Wann werde ich also „am Ball“ bleiben, welche Motive treiben mich, wenn ich nun zum Singen gehe und diese neue Fähigkeit erlernen möchte? Ist es ein neues „Wellness-Programm“, von dem ich meine, das es mir gut tue? Oder wollte ich schon immer singen, liebe Musik, erfreue mich auch am Gesang, gehe gerne in Konzerte und bin letztlich bereit, mich auf eine Reise einzulassen, die mich in eine neue Welt führt – sogar in die Welt der klassischen Musik?

Wie geht es mir nun als Lehrer mit meinem Schüler?

Im ersten Fall wird es mir viel schwerer fallen, ihn über all die kleinen oder größeren Anfangsschwierigkeiten hinwegzuhelfen. Ich werde sehr viel „Überzeugungsarbeit“ leisten. Oft gelingt es mir, meinen Schüler in der Stunde zu begeistern. Er fühlt sich mit mir wohl und auch von meiner Energie getragen. Zu Hause aber wird es ihm oftmals schwerfallen, sich an all das Schöne zu erinnern, was er in der Stunde  erarbeitet hat, was er errungen hat und was ihm ein wahrhaftiges Strahlen in seine Seele gezaubert hat.  Er fühlt sich allein auf sich gestellt, nicht in seiner Kraft zu üben, weil sein Motiv nicht ausreicht.

Im zweiten Fall, wird ihn die Musik befeuern. Er wird leidenschaftlich gern das erüben, was er in der Unterrichtsstunde aufgenommen hat. Seine Stimme wächst von Mal zu Mal, sogar in Urlaubszeiten, wenn er gar nicht singt.

Einige meiner Schüler haben spät im Leben begonnen, Gesangsunterricht zu nehmen. Sie kannten sich in der Welt des klassischen Gesangs gar nicht aus! Als sie sich darauf einließen, staunten sie, was für einen Schatz die klassische Musik in sich birgt. Und sie liebten diese Musik – all diese Lieder von Schumann, Schubert, Brahms… oder die wundervollen Arien von Bach und Händel…. oder die kraftvollen Arien aus einer Oper. Für die menschliche Stimme gibt es meines Erachtens keine andere Musik, die sie so schulen kann. Nirgendwo kann ich so wundervoll meine Sängermitte üben, so in die Tiefe meiner menschlichen Seele eintauchen, so sehr eins mit mir werden.

Es lohnt sich wahrhaftig, sich dieser Herausforderung von ganzem Herzen zu stellen!

Es grüßt Euch Eure

Vivian Middelmann

 

 

 

Mitte üben für die Welt

Liebe Mitsängerinnen und liebe Mitsänger,

hallo, liebe  Überlinger und liebe Oldenburger,

schon Vieles habe ich in meinem Blog über das zentrierte Singen geschrieben – über das Üben meiner Sängermitte aber noch nicht.

Es ist vielleicht genauso,  wie es beim Meditieren ist: Am Anfang ist alles ungewohnt, in meinem Kopf schwirren tausend Gedanken, ich bin noch unruhig und unkonzentriert. Doch konzentriere ich mich auf z. B. meinen Atem oder ein Bild oder einen Gegenstand, bleibe mit Leib und Seele dabei, wird mein Atem immer ruhiger, das Bild vor mir immer klarer und ich spüre, dass ein Teil von mir sehr konzentriert bleibt und fortwährend tiefer eintaucht,  während ein anderer Teil zurücktritt. Man könnte diesen anderen Teil vielleicht als unser Alltags-Ich bezeichnen. Es ist nicht mehr wichtig, was ich nach der Meditation zu tun habe; ob ich alles richtig mache, tritt völlig aus meinem Sinn. Ruhe und Frieden kann sich einstellen.

Beim Singen ist es ähnlich, wenn ich meine Mitte suche. Ich komme zur Ruhe, meine Konzentration liegt ganz auf dem, was ich vortragen möchte, alles andere tritt in den Hintergrund.  Ist tief in mir eine Spannung, wird sich das jetzt bemerkbar machen – sie wird sich lösen und mich erlösen. Das aber, was das zentrierte Singen wirklich ausmacht, ist, dass sich jetzt etwas sehr Schönes einstellt: eine große Spielfreude, ein Glücksgefühl, getragen zu werden im sängerischen Vortrag.

Das Üben meiner sängerischen Mitte ist für mich wie ein seelisches Workout – das empfinden auch alle meine Schüler so. Es beginnt etwas zu wachsen, was ich nicht mit Worten erklären kann – es ist etwas in meiner Seele, in meinem Bewusstsein, was ich stärke, was mich stärkt. Ich setze eine schöne Schwingung in diese Welt, die sie ein wenig besser macht. Ja, in dem Moment, in dem ich aus meiner Mitte singe, ist die Welt schön!

So ist es, und das wollte ich Euch mitteilen.

Eure Vivian Middelmann

 

Die vertiefte Wahrnehmung des gesprochenen Wortes

Es ist sicherlich nicht allgemein bekannt, dass das zentrierte Sprechen eines Liedtextes, eines Gedichtes,  eines künstlerischen Textes, aber auch im Alltag dazu führt, dass sich der Raumklang verändert. Der Klang der Sprache wird warm, weich und füllt doch, sogar leise gesprochen, den Raum ganz und gar bis hin zur letzten Reihe auch großer Räume.

Was bedeutet das? Zum einen natürlich: Der Sprecher schont seine Stimme, er vermeidet Anstrengung. Zum anderen: Er erreicht seine Zuhörer sehr viel intensiver, er zieht sie in seinen Bann. Das aber kann er nur, weil er sich selbst in seiner Mitte als ganz und gar anwesend erlebt – aus Herz und Verstand sprechend, konzentriert und mit Freude, ganz in seiner Ruhe und doch gleichzeitig voller Energie.

Manchmal erweist es sich als sinn- und effektvoll,  langsamer zu sprechen als gewöhnlich. Warum? Weil die Seele jedes Wort erfassen will – gerade im Gedicht, vor allem im vertonten Gedicht. Denn nur dort, wo der Sprecher/Sänger seelisch jedes Wort erfassen kann, wird dieses Wort in der Tiefe bewusst werden und nur dort wo er es vollständig bewusst wahrnehmen kann, wird der Klang der Stimme seelisch. Dann beginnt der Mensch stimmig zu sprechen und findet dadurch seinen gesunden und natürlichen Ausdruck.

Sprechen aus der Mitte ist eine zutiefst heilsame Methode, seine Stimme wieder gesunden zu lassen. Sie ist meines Erachtens auch für jeden Sänger sehr hilfreich, sich sicher und musikalisch in seiner Stimme zu fühlen.

 

 

Kunst und Kultur – bluedrops

An unserem Haus in Oldenburg hängt ein großer blauer Tropfen – ein kleines Schild im Vorgarten zeigt dazu an:

[bluedrops

Wasser – unverzichtbar in seiner Freiheit, in seiner Reinheit und Klarheit. Ein unverzichtbares Lebensmittel für jedes Lebewesen.

Kunst und Kultur – ebenso unverzichtbar für eine Gesellschaft – ein unverzichtbares Lebensmittel für jede Gesellschaft. Ohne Wasser, Kunst und Kultur verdorrt das Leben, verdorren und vertrocknen die Gesellschaften. Das symbolisieren die bluedrops.

bluedrops – stetig wachsende Rauminstallation – Acrylglas, Edelstahl, seit 2013

Sie möchten sich an der Verbreitung der bluedrops beteiligen? Michael Olsen, Oldenburg, www.kunstbauten.de, m.olsen@kunstbauten.de]

Kunst und Kultur sind ein unverzichtbares Lebensmittel für jede Gesellschaft.  Wie schön, was Michael Olsen da als Rauminstallation erfunden hat: einen blauen, schwebenden Tropfen, der bald an immer mehr Häusern anzeigen wird: Hier gibt es Kunst, hier lebt Kultur.

 

Hallo Überlingen!

Seit August 2019 haben mein Partner Eckart Matthias Seeck und ich einen zweiten Wirkungsort neben Oldenburg gefunden und zwar im schönen Ort Überlingen am Bodensee. Wir sind in unseren Kunst-/Atelierraum eingezogen, im K-Hotel (ehem. Hotel Grüner Baum) oberhalb des Bio-Cafés Solid Ground.

Dort – in der alten Zunftstube – habe ich in einem Raum mein Atelier eingerichtet mit Bildern von mir, die ich dort male und ausstelle. Im zweiten unteren Raum steht jetzt ein Klavier und wartet auf Gesangsschüler und dort gebe ich auch Sprechunterricht
.
Mein Partner Eckart arbeitet daran, dass sein Projekt MUSIKZIMMER WELTWEIT bald startet.

Wir freuen uns, wenn Sie uns in unseren Räumen in Überlingen besuchen!
Meine Telefonnummer 0175-56 65 262

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Vivian Middelmann

Oldenburg

Liebe Sänger und Sängerinnen,

ich freue mich, Sie auf meiner Seite begrüßen zu dürfen. Seit dem 01.02.2016 haben wir – mein Lebensgefährte Eckart Matthias Seeck und ich – unser schönes Haus in Oldenburg Etzhorn bezogen. Hier möchten wir Sie herzlich willkommen heißen zum Gesangs- und Klavierunterricht!

Der Unterricht, den wir in unseren lichtdurchfluteten Räumen geben, ist ein besonderer: Wir möchten Ihnen den Weg zu Ihrer Mitte zeigen, wie Sie Geist, Körper und Seele in Einklang bringen können und wie Sie dadurch in Ihren ureigenen musikalischen Ausdruck kommen. Sie spielen und singen auf diese Weise nicht nur besonders schön und erleben dadurch Freude an Ihrem Spiel und Ihrer Stimme, sondern erfahren in sich selbst, wie die innere und äußere Welt miteinander zusammenhängen.

Eckart Matthias Seeck unterrichtet Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Klavierspiel und ich, Vivian Middelmann, unterrichte Jugendliche und Erwachsene im klassischen Gesang.

In meinem unten stehenden Blog finden Sie viele Texte, die ich über das Singen geschrieben habe.

Sehen Sie auch unter http://www.unterricht-klavier-gesang-oldenburg.de
Dort stellen wir uns gemeinsam vor.

Ich würde mich freuen, Sie bald begrüßen zu dürfen.

Alles Liebe bis dahin wünscht Ihnen

Ihre Vivian Middelmann

Singen – Ein seelischer Wachstumsprozess – Singen im freien Klang

Auch von meiner wunderbaren Feldenkrais-Lehrerin Barbara Martin habe ich gelernt, dass wir im täglichen Leben oft viel zu viele Muskeln benutzen, die wir gar nicht benötigen – und natürlich manchmal zu wenige oder die falschen. Durch tägliches Üben erinnert sich unser Körper wieder an die natürlichen Bewegungsabläufe.

Was bedeutet das nun konkret im Gesangsunterricht? Es bedeutet, dass wir dort loslassen, wo wir meinen festhalten zu müssen,  z. B. im Nacken-/Schulterbereich oder im Kiefer. Wir müssen unser Bedürfnis loslassen, die Abläufe  kontrollieren zu wollen. Gleichzeitig dürfen wir unseren Körper wieder mitmachen lassen bei allem, was wir ausdrücken wollen. Ein Zuhörer, der gleichzeitig auch Zuschauer ist, will sehend glauben und miterleben können, was der Sänger ausdrücken möchte. Wenn allein unser Intellekt die Aufsicht übernimmt, so ist dies auch körperlich sichtbar. Deshalb sage ich oft spaßeshalber: der Kopf gehört zum Körper – er ist nicht der Dirigent!

Es bedeutet sich freizumachen von Vorstellungen, wie etwas zu klingen hat, ob wir gut singen oder wie wir den Text in der Musik inszenieren wollen. Es gibt eine höhere Intelligenz und sie ist in unserm Körper wirksam. Im Endeffekt ist es diese Kraft, der wir uns anvertrauen können. Ja, wir nehmen uns sogar zurück in der intensiven Konzentration auf die Musik. Es geht nicht mehr darum, ob ich etwas gut singe, sondern ich konzentriere mich ganz und gar auf das Musikstück.

Das Singen in diesem Sinne wird zum Prozess des seelischen Wachstums –  unseres Gottvertrauen, unsererer seelische Freiheit und Liebesfähigkeit. Im Feldenkrais- sowie im Gesangsunterricht erinnern wir uns wieder daran, dass wir unsere Bewegungen, unser Singen in eine Einfachheit führen können, von der wir oft nur ahnen, dass es sie gibt.

Die Atmung des Sängers

Frei soll sie sein! Es ist so schön anzusehen, wenn ein Sänger im Konzert ganz in seinem Ausdruck steht. Wenn sein sängerischer Ausdruck sich widerspiegelt in seinem Gesicht und seinen Gesten – unkompliziert und natürlich – und dazu gehört auch die Atmung.

So sieht man einem Sänger, der sich in seiner Mitte fühlt, nicht an, dass er atmet – es fällt kaum auf. Zumindest zu Beginn einer jeden Phrase ist die sichtbare Bauchmuskulatur entspannt und weich und lässt das Atmen bis in die Tiefe zu.  Der Sänger kann nur ganz in seinen Ausdruck kommen, wenn er sein Zwerchfell frei arbeiten lässt. So, als wenn er eine schöne Geschichte erzählen möchte. Die Luft reicht bestimmt, denn je weniger sich der Sänger beim Atmen anstrengt, desto mehr Luft strömt in seinen Körper.

Doch gilt hier zu beachten, dass ein Sänger sein Energiepotential ausschöpfen muss, sonst reicht seine Luft eben doch nicht. Hier gilt es zu sehen, dass es einen feinen Unterschied gibt zwischen Anstrengung und lustvoller Kraft. Es ist schon eine Entwicklung, bis ein Sänger seine Mitte findet – seine körperliche Mitte: die Balance zwischen vorn, hinten, oben und unten – seine seelische Mitte: ganz in der Empfindung, aber nicht „gefühlig“ – die geistige Mitte: im Vertrauen zu sich und dem Kosmos.

So steht über allem,  für mein Empfinden,  das Vertrauen in eine geistige Kraft. Sie bewirkt die Liebe und Freude des Sängers beim Musizieren. Dann greift alles ineinander. Wir sind ganz vollständig und dabei auch vollkommen einmalig. Alles ist dann miteinander verbunden und doch differenziert. Denn in meiner Mitte bin ich nicht nur mit mir selbst, sondern mit allen und allem verbunden – gerade durch meinen Atem.